Montag, 7. Juni 2010
Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt
Auch im Alter sollen Menschen nicht frieren oder hungern
www.winterhilfe.info
Projektträger: Evangelisches Bezirkskonsistorium A. B. Hermannstadt
RO - 550182 Sibiu / Hermannstadt, Piata Huet Nr. 4
Tel. / Fax: 0040 - 269 - 210533
Koordination: Pfarrer R. Boltres, Diakonieausschuss
Diakonin Petra Stöckmann - Kothen
Initiatorin des Projektes
Hermannstadt im Juni 2010
Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,
endlich ist es warm geworden, die Sonne schickt ihre Strahlen und erfreut unsere Herzen. Wir durften mit Ihrer Hilfe wieder eine Saison der Winterhilfe abschließen und sagen mit diesem Brief ein herzliches DANKESCHÖN! Alle Empfänger und ebenso auch die Helferinnen danken Ihnen und grüßen Sie alle recht herzlich! Einige Grüße lesen Sie dann wieder im hinteren Teil dieses Briefes!
Immer wieder bekamen wir von Ihnen Spenden, das hat uns viel Mut gemacht. Wir konnten den Empfängerinnen und Empfängern so dann auch immer wieder zusichern, dass das Geld reicht. Auch jetzt haben wir noch Geld, so dass wir auch über den Sommer für Medikamente Unterstützungen geben können. Das tut so unendlich gut und gibt unseren evangelischen Gemeindegliedern eine große Zuversicht, dass sie nicht vergessen sind.
Wie ich Ihnen im Dezember mitgeteilt hatte, waren 103 Personen auf unserer Liste, diese Zahl war auch in dieser Saison konstant, in Euro belief sich die dafür benötigte Summe pro Monat bei ca. 2.500 Euro, dank eines relativ "günstigen" Wechselkurses. Für Medikamente waren pro Monat 200 bis 300 Euro nötig.
Der Winter war so für unsere Rentnerinnen und Rentner recht gut zu ertragen, die Energiepreise blieben wirklich stabil, die Temperaturen waren im normalen Bereich und die Erhöhung der Renten halfen wirklich ein Stückchen weiter. Auch dafür sind wir sehr dankbar.
Allerdings wird sich das alles über den Sommer ändern. Die Energie wird wieder teurer - das wurde uns in den letzten Tagen angekündigt. Was aber viel schlimmer ist, ist, dass aufgrund der hohen Staatsverschuldung Rumäniens, ab Juli alle Renten um 15% gekürzt werden, ebenso auch die Sozialhilfe, Kindergeld… Wenn es "gut" geht, bleibt die Mindestrente bei 350 Lei (z. Zt. ca. 80 €) Jetzt geht die Angst um. Vor allem die Rentner, die schon jetzt nicht genug zum Leben haben, machen sich große Sorgen! Auch im Gesundheitswesen wird es zu weiteren drastischen Kürzungen kommen.
Sie sehen also, es wird weitere Winter geben, in denen wir die Winterhilfe benötigen, vielleicht dringender als je zuvor. Noch kann man nicht abschätzen, wie diese ganzen Kürzungen sich auswirken, aber dass es härter wird, davon müssen wir ausgehen.
Leider behalten alle die Vorhersagen Recht, die uns prophezeit haben, dass es mit dem EU - Beitritt erst einmal sehr viel schlechter für die Bevölkerung wird. Und hier findet man die Hauptursache auch nicht in der Wirtschaftskrise, sondern eher in den Versprechungen vor den Wahlen vom Wohlstand und blühender Wirtschaft oder sonstigen Wahlgeschenken.
Aber nichts desto trotz werden wir weiter alles dafür tun, dass die uns anvertrauten Rentnerinnen und Rentner weder hungern noch frieren müssen - DANKE, dass Sie uns dabei helfen!
Hier nun die Grüße, zunächst die, die über die Helferinnen verfasst wurden:
Liebe Spender, für die Winterhilfe wollen alle Empfänger recht von Herzen danken. Allen die beste Gesundheit und alle guten Wünsche. Der Winter war kalt und alle haben sich daran gewärmt, dass es Hilfe gab. Die besten Grüße aus dem Dörfern Mergeln und Schönberg - für die alten und kranken Gemeindeglieder, Katharina L.
An die lieben Spender! Dem Herrn sei Dank es gibt noch Menschen mit großen offenen Herzen. Darum möchten wir Ihnen herzlichen Dank sagen für all Eure Liebe, die Sie an uns alten Leuten erwiesen haben. Der Herr möge Sie reichlich segnen und belohnen, der Herr weiß wie und auf welche Art. Mit herzlichen Grüßen aus Burgberg, Rothberg, Neudorf und Thalheim. Dagmar D.
So wie versprochen wende ich mich an Sie mit einem großen Dankeschön im Namen aller Großschenker und Kleinschenker, die durch Ihr Einsetzen bei allen Spendern, unseren Notfällen so viel helfen. Ich bin in diesem Bereich nur seit einem guten Jahr tätig und konnte mit Erstaunen feststellen dass tatsächlich in unseren Gemeinden Menschen leben, die auf diese Winterhilfen angewiesen sind und sich sehr freuen wenn ich sie besuche und ihnen die Unterstützung übergebe. Ebenfalls vielen Dank an alle Spender und auch Ihnen für die Unterstützung bei den Medikamenten. Möge der liebe Gott Ihnen die nötige Kraft geben um noch viele Jahre so aktiv tätig zu sein. Mit herzlichen Grüssen aus Großschenk, Friederike P.
Ein Brief erreichte uns auch direkt von einer Empfängerin, die hier in Hermannstadt lebt. Sie schreibt an das Bezirkskonsistorium, meint aber ja in erster Linie Sie, liebe Spender:
Sehr geehrte Mitglieder, mein Name ist Anneliese Kauntz, ich bin 88 Jahre als und habe eine kleine Rente. Hiermit möchte ich mich für die geldliche Unterstützung, welche ich schon seit mehreren Jahren in den Wintermonaten über das Bezirkskonsistorium erhalten habe, bedanken. Den Spendern, den Angestellten und all denen, die bei der Beschaffung und Austeilung der "Winterhilfe" behilflich sind, wünsche ich vor allem Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Der liebe Gott segne Sie und möge Ihnen all Ihre Wünsche erfüllen. Nochmals vielen Dank und herzliche Grüße. Anneliese Kauntz
Wie bereits im letzten Brief angekündigt, werde ich im Herbst, wohl die ersten Tage im November, gerne wieder von unserem Projekt in Ihren Gemeinden und Vereinen berichten. Einige haben sich schon gemeldet, noch sind keine festen Termine abgemacht, es besteht also noch die Möglichkeit, dass ich auch bei Ihnen einen Vortrag halten kann. Bitte melden Sie sich, die genauen Orte und Tage werde ich dann im nächsten Brief mitteilen. Ich freue mich darauf, viele wieder persönlich zu treffen.
Kommen Sie nun gut über den Sommer, bleiben Sie fröhlich und gesund, der dreieinige Gott segne Sie reichlich und vergelte Ihnen Ihre Unterstützung ebenso reichlich!
Mit freundlichen Grüßen - im Namen des gesamten Diakonieausschusses
Petra Stöckmann - Kothen
Initiatorin des Projektes
Petra.stoeckmann@kothen.com
Spenden über: Evangelische Kirchengemeinde Obertshausen - Hausen, Stiftung Lebenswerte
Bank: Volksbank Maingau e. G. Konto - Nr. 97390 BLZ: 505 613 15 Stichwort: Rumänien, Winterhilfe
ACHTUNG: Alle anderen Konten aus Obertshausen sind NICHT mehr aktuell, bitte beachten!
Post: z. Hd. Roland Brosio, Mühlstr. 24, 63179 Obertshausen
Oder: Diakonisches Werk Mönchengladbach e.V. Siebenbürgenhilfe, Bank: Stadtsparkasse Mönchengladbach
Konto - Nr. 213 934 BLZ: 310 500 00 Stichwort: Winterhilfe, Hermannstadt
Post: z. Hd. Ilse Harff, Ludwig - Weber - Str. 13, 41061 Mönchengladbach
Dazu geht auch wieder die Bitte, dass Sie uns Ihre Adressen zukommen lassen, da die Banken diese nicht immer ganz angeben. Sollten also Spendenbescheinigungen Anfang des Jahres nicht ankommen, wenden Sie sich bitte an uns oder direkt an die Stelle, der Sie das Geld überwiesen haben. Ganz herzlichen DANK!
Sonntag, 21. Juni 2009
Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt
Auch im Alter sollen Menschen nicht frieren oder hungern
www.winterhilfe.info
Projektträger: Evangelisches Bezirkskonsistorium A. B. Hermannstadt
RO - 550182 Sibiu / Hermannstadt, Piata Huet Nr. 4
Tel. / Fax: 0040 - 269 - 210533
Koordination: Pfarrer R. Boltres, Diakonieausschuss
Diakonin Petra Stöckmann - Kothen
Initiatorin des Projektes
Hermannstadt im Juni 2009
Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,
auch in diesem Winter durften wir mit Ihrer Hilfe eine Saison der Winterhilfe abschließen und vielen Rentnerinnen und Rentnern eine Unterstützung für die Wohnnebenkosten geben.
Wieder darf ich Ihnen von der großen Dankbarkeit berichten, von der Freude und Erleichterung, die Sie diesen Menschen gemacht haben und Ihnen die besten Grüße und Wünsche weiterleiten.
Wie im Herbst mitgeteilt, begannen wir mit 109 Personen, erstmals kamen im Laufe des Winters keine weiteren dazu, sondern eine Person konnte sogar gestrichen werden. Das liegt natürlich vor allem daran, dass, wie ich Ihnen im November berichtete, die Renten wirklich angehoben wurden. Wir dürfen Gott danken, dass endlich die Not der Rentner auch auf diesem Wege ein wenig gemildert wurde und endlich die vielen Arbeitsjahre anerkannt und gewürdigt werden. Trotzdem bleibt die Winterhilfe ein nötiges Projekt, denn gibt es noch immer über 100 Personen, die diese Unterstützung nötig haben. Sei es, weil die Rente zwar angehoben, aber immer noch weit unter dem benötigten liegt oder sei es, weil aus vielfältigen Gründen gar keine Rente gezahlt wird. Die Sozialhilfe wurde nämlich nicht verändert. Wenn man allerdings die Zeitung aufmerksam liest, muss man auch dafür beten, dass die Rente auch weiterhin ausgezahlt wird, viele andere Zahlungen werden eingefroren oder gar ganz gestrichen.
So ergibt sich ein weiteres Feld, welches verstärkte Unterstützung bedarf, nämlich die der gesamten Gesundheitsvorsorge. Ein neues Gesetz besagt, dass jeder Arztbesuch vom Patienten mit einer festen Summe bezahlt werden muss (hört sich ähnlich an, wie die Praxisgebühr in Deutschland). Dazu trägt die Krankenkasse kaum noch Behandlungskosten, selbst die früher üblichen Beihilfen für Medikamente werden nur noch spärlich geleistet.
Wir werden über den Sommer wohl vermehrte Anfragen bekommen, finanziell bei der Beschaffung von Medikamenten und sonstigen Ausgaben für Behandlungen mitzuhelfen. Im Mai und Juni brauchten wir dafür schon jeweils ca. 300 Euro, wir rechnen mit steigender Tendenz.
Vielen herzlichen Dank, dass Sie uns auch für diese Unterstützung Geld in ausreichender Höhe zur Verfügung stellen. Wir dürfen uns zuversichtlich jeder Not entgegenstellen, weil wir mit Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender zuverlässige Partner haben, die uns nun schon über so viele Jahre die Treue gehalten haben. Gott segne Sie reichlich dafür. Wir können Gott nicht genug danken, dass er immer wieder Menschen bereit macht, dieses Projekt zu unterstützen und uns damit immer genug Mittel gibt, den Rentnerinnen und Rentner des Evangelischen Kirchenbezirkes Hermannstadt ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen.
Im Herbst werde ich Ihnen dann berichten, wie sich die Lage entwickelt hat, wie hoch die Unterstützung über den Sommer war und wie unsere Rentnerinnen und Rentner mit der neuen Situation im Gesundheitswesen zurecht gekommen sind. Es wurde angekündigt, dass die Energiepreise in nächster Zeit nicht angehoben würden, Erdgas soll sogar billiger werden. Ob es sich wirklich einmal einpendelt und sich das Verhältnis zwischen Rente und Energiekosten normalisiert? Wir werden sehen und ich werde es Ihnen berichten!
Ganz herzlich danken wir auch für alle Nachfragen, Anmerkungen und Anregungen. Bitte fragen Sie auch weiterhin nach, wenn manches ungenau rüber gekommen ist. Auch wieder geht die Bitte an Sie, wenn Sie jemanden kennen, der auch gespendet hat, aber keinen Brief erhalten hat, schicken Sie uns die Adresse. Sollten die Spendenbescheinigungen nicht richtig ankommen, wenden Sie sich an die Stelle, über die Sie uns das Geld haben zukommen lassen - Adressen s. u. - damit auch dort alles richtig und gut für Sie gemacht werden kann.
Wundern Sie sich nicht darüber, dass auf den Spendenbescheinigungen die Winterhilfe und / oder Rumänien nicht vorkommt. So, wie Sie sie erhalten, akzeptiert das deutsche Finanzamt es dafür und Sie können die Spende von Ihren Steuern absetzen. Darum haben wir uns ja die deutschen Partner gesucht, um Ihnen die besten Bedingungen zu schaffen. Alles wird ehrenamtlich gemacht, von den Spenden geht also nichts in Verwaltung. Wir sind sehr dankbar für diese ehrenamtliche Hilfe aus Mönchengladbach und Obertshausen.
Wieder bekamen wir auch Grüße von den Empfängern, die ich gerne an Sie weitergebe:
Liebe Spender, einen recht herzlichen Gruß von den Alten und Leidenden Leuten, die so sehr alleine sind. Und einen großen Dank für die gute Hilfe, die Sie für uns bereit haben. Leider sind so weinige, die Zeit haben, uns zu besuchen. Noch einen recht sehr schönen Dank und alles Gute und die Gesundheit allen Spendern! Mergeln und Schönberg
An die lieben Spender! Wir möchten Ihnen vielmals Danken für Eure Liebe, die sie an uns alten Leuten bewiesen haben. Der Herr möge es Euch reichlich belohnen und vielfältig zurückgeben. Des Herrn Segen mit Euch allen. Thalheim bis Burgberg
Es danken allen herzlich aus Großau für die Winterhilfe, die uns sehr geholfen hat, im Namen aller Empfänger: Anna Z.
Möchte mich auf diesem Wege vielmals bedanken für Ihre großzügige Hilfe. Ihre schöne Spende kommt uns sehr zu Hilfe, da mein Mann eine sehr kleine Rente hat und ich noch nicht für das Rentengesetz bin, also noch immer Hausfrau. Nochmals vielen Dank und möge Gott Ihnen Gesundheit und Zufriedenheit geben. Maria M. Reußmarkt
Herzlichen Dank für die Winterspenden, an alle Menschen, die ein gutes Herz haben, und auch uns in der Not helfen. Ich freue mich sehr und wünsche Ihnen die beste Gesundheit, alles nur Gute, einen schönen Frühling. Nochmals vielen Dank und viele liebe Grüße. Sofia B.
Im Namen aller Empfänger und Mitarbeiter des Diakonieausschusses verbleibe ich in großer Dankbarkeit und mit den besten Wünschen für Sie,
mit freundlichen Grüßen
Ihre
Petra Stöckmann - Kothen
Initiatorin des Projektes
PS: Wir überarbeiten gerade die neue Homepage, schauen Sie mal rein!
Spenden über: Evangelische Kirchengemeinde Obertshausen - Hausen, Stiftung Lebenswerte
Bank: Volksbank Maingau e. G. Konto - Nr. 97390 BLZ: 505 613 15 Stichwort: Rumänien, Winterhilfe
Post: z. Hd. Roland Brosio, Mühlstr. 24, 63179 Obertshausen
Oder: Diakonisches Werk Mönchengladbach e.V. Siebenbürgenhilfe, Bank: Stadtsparkasse Mönchengladbach
Konto - Nr. 213 934 BLZ: 310 500 00 Stichwort: Winterhilfe, Hermannstadt
Post: z. Hd. Ilse Harff, Kapuzinerstr. 44, 41061 Mönchengladbach
Sonntag, 7. Juni 2009
Hermannstadt, im Juli 2005
Liebe Freunde und Spender,
bitte endschuldigen Sie, dass ich mich sehr lange nicht gemeldet habe. Zwei Begründungen möchte ich Ihnen dafür geben, um damit um Ihr Verständnis zu werben:
In diesem Winter war ich alleine für die Organisation und Verteilung der Winterhilfe zuständig, es ist leider noch keine Nachfolgerin / kein Nachfolger auf die Stelle der / des Diakoniereferentin / Diakoniereferent gefunden worden. Da mein eigentlicher Arbeitsauftrag aber nicht die Diakoniearbeit im Kirchenbezirk Hermannstadt ist, kann ich die damit verbundenen Aufgaben zeitlich nicht immer so schaffen, wie es wünschenswert wäre.
Eine zweite Begründung liegt an der leider immer noch wachsenden Not hier im Land. Zum ersten Mal haben wir in diesem Jahr die Winterhilfe nicht mit einer Ostergabe abgeschlossen, sondern stattdessen auch im Mai noch einmal eine monatliche Summe ausgezahlt und ich wollte einem Brief an Sie erst zum Abschluss der Winterhilfe 2004 / 2005 schreiben.
Ein Grund der wachsenden Not ist, dass die Energiekosten ab April um weitere 35 % angehoben wurden. Des Weiteren wurden im März etliche Steuern erhöht, die zusätzlich für Preissteigerungen sorgten. Früher waren die Begründungen für Preissteigerungen im Energiesektor immer der steigende Valutakurs. Seit letztem Herbst sinkt dieser Kurs, die Preise wurden natürlich nicht wieder gesenkt, dafür wurde uns als Begründung für die Steuererhöhung das Sinken des Valutakurses (Euro und Dollar) angegeben.
Für die Winterhilfe bedeutete dieser sinkende Valutakurs dazu noch, dass wir mehr Euro brauchten, ohne mehr auszahlen zu können. Von knapp über 40.000 Lei / Euro im Oktober steht der Kurs inzwischen unter 36.000 Lei / Euro. Bei einem Bedarf von über 67.000.000 Lei, die wir im Monat brauchten, spielt es dann doch eine nicht geringe Rolle. Aber dank Ihrer großzügigen Unterstützung konnten wir diesen Verlust noch gut auffangen!
Ab 1. Juli stand nun eine weitere Teuerung im Energiesektor an, die bei den Nebenkosten für die Wohnungen mindestens weitere 15% beträgt. Diese Teuerungen lösen natürlich weitere Kettenreaktionen aus, die sich besonders auch auf die lebensnotwendigen Grundprodukte auswirken wird. Es ist damit zu rechnen, dass diese Zeitbombe im Winter explodiert!
Dass das Gesundheitssystem marode ist, auch wenn es in der Theorie wohl von europäischen Experten gelobt wird, weiß man hier inzwischen. Jetzt kam es zu einem besondern Knall: Die Krankenhäuser wurden mehrere Wochen nicht mehr mit Medikamenten, Pflegematerialien und sonstigen Utensilien beliefert, weil sie zu hohe Schulden hatten, zur gleichen Zeit gab es auch keine vergünstigten Medikamente mehr in den Apotheken, weil die Krankenkasse diese nicht gezahlt hatte.
Inzwischen wurde hier wieder eine relative Normalität hergestellt, es wurde weitere Gelder zur Verfügung gestellt, aber die vergünstigten Medikamente werden nach wie vor nicht in dem Maße ausgegeben, wie sie benötigt würden. Seit diesem Frühjahr gibt es nämlich zusätzlich eine finanzielle Grenze, mehr als für 1.000.000 Lei im Monat kann pro Person nichts vergünstigt abgegeben werden. Blutdruckpräparate z. B. für einen Monat übersteigen diese Summe, ein Päckchen mit 30 Tabletten kosten an die 2.000.000 Lei. Die Folge ist, dass viele chronisch Kranke sich ihre benötigten Medikamente nicht mehr leisten können.
Die Rentenangleichung wird, wie nun schon seit geraumer Zeit, weiter betrieben, aber immer noch steht diese Angleichung in keinem Verhältnis zu den steigenden Preisen. Es wird keineswegs an den Preissteigerungen angepasst, sondern lediglich einige Prozente angehoben.
Sie sehen also, dass unser Projekt Winterhilfe nach wie vor wichtig und bitter nötig ist. Wir starteten im Oktober mit 80 Personen und hatten ab März dann 97 Personen auf unserer Liste. Es ist keineswegs abzusehen, wie viele Personen im nächsten Winter noch dazu kommen werden.
Der Schwerpunkt liegt weiterhin bei den evangelischen Rentnerinnen und Rentner, weil sie fast alle ohne Familie überleben müssen. Nachbarn helfen bei vielen Aufgaben, aber die Rechnungen zahlt ein Nachbar ja nicht aus seiner Tasche.
Bei der Unterstützung für die Beschaffung von Medikamenten helfen wir natürlich einem breiteren Kreis, vor allem auch Familien und vielen jüngeren und chronisch Kranken.
Von den Empfängern der Winterhilfe darf ich Ihnen herzliche Grüße ausrichten, sie sagen alle "Vielen Dank und vergelt's Gott". Wenn die Unterstützung auch nicht riesig erscheint, so zeigt die Winterhilfe den betroffenen Menschen doch vor allem, dass sie in ihrer Not nicht alleine gelassen werden. Immer noch übersteigt die Winterhilfe bei etlichen Empfängern die Rente, so können Sie sich vorstellen, wie die Versorgung hier aussieht und nachvollziehen, dass es etlichen Empfängern peinlich wäre, wenn wir eine höhere regelmäßige Summe im Monat auszahlen würden.
Am zweiten Dienstag im September, also am 13. 9., werden wir im Helferinnenkreis des Bezirkskonsistorium wieder beraten, wie hoch im kommenden Winter die Winterhilfe sein soll und für Oktober eine Liste der Personen aufstellen, die von uns unterstützt werden müssen. Ich bin aber davon überzeugt, im Laufe des Winters wird sich diese Liste verändern.
Nach meiner heutigen Einschätzung werden wir wohl auch im nächsten Winter monatlich mindestens 2000 € benötigen, um die Winterhilfe auszahlen zu können. Dank Ihrer großen Unterstützung darf ich aber getrost dem nächsten Winter entgegen sehen, das Geld für die ersten Monate liegt bereits hier! Vielen herzlichen Dank!
Darf ich Sie noch einmal daran erinnern, dass wir von der Evangelischen Kirchengemeinde Obertshausen - Hausen einem anderen Konto zugeteilt wurden, die Nummer finden Sie wie immer unten!
In herzlicher Verbundenheit und großer Dankbarkeit grüße ich Sie, auch im Namen der Mitarbeiter des Kirchenbezirkes Hermannstadt und des Dechanten, ganz herzlich und wünsche Ihnen einen gesegneten Sommer!
Ihre
Petra Stöckmann - Kothen, Diakonin
Initiatorin der Winterhilfe im Kirchenbezirk Hermannstadt
AKTION WINTERHILFE 2001 / 2002
Hermannstadt, im Sommer 2002
Liebe Spenderinnen und Spender,
herzlich danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung unserer Winterhilfe, die wir nun schon im dritten Winter, dank Ihrer Spenden, im Kirchenbezirk Hermannstadt leisten konnten.
Ostern lag in diesem Jahr sehr früh, so dass wir den Abschluss der Winterhilfe in diesem Jahr nicht als Ostergabe bezeichnen können, sie aber nichts desto trotz im April ausgezahlt haben.
Auch in diesem Jahr wurden die bedürftigen Gemeindeglieder innerhalb der Stadt und den zu uns gehörenden 56 Landgemeinden mit der Winterhilfe bedacht und auch in diesem Jahr schlossen wir die Winterhilfe mit einer größeren Gabe im Monat April ab.
Das Jahr 2001 hat der rumänischen Bevölkerung eine unheimliche Preissteigerung gebracht, die besonders durch ständig angehobene Energiekosten verursacht wurde. So betrug die Preissteigerung beim Erdgas über 100%, Strom lag nur knapp darunter. Logische Folge ist natürlich, dass auch die Lebensmittelpreise davon stark betroffen waren. Diese Preissteigerungen gingen im ersten Halbjahr 02 unverändert weiter.
Aus diesem Grunde waren im vergangenen Winter 50 Personen auf unserer Liste, die eine regelmäßige Unterstützung von umgerechnet ca. 10 Euro im Monat bekamen. Zusätzlich gaben wir für 10 Personen eine Unterstützung für den Brennholzkauf im Oktober. Auch eine Grippeschutzimpfung konnten wir wieder anbieten und beim Einkauf von Medikamenten mit unterschiedlichen Geldsummen helfen.
Für die Gabe zum Abschluss der Winterhilfe 01 / 02 gaben wir ca. 17 Euro pro Person. Damit bekamen die Empfänger ein kleines Polster, mit dem sie hoffentlich gut über den Sommer kommen können.
Unser Vater im Himmel hat uns in den vergangenen Wintern immer ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt und Ihnen, liebe Spender, unsere Winterhilfe ans Herz gelegt, so dass wir im Vertrauen auf diesen unseren Vater im Himmel auch für den kommenden Winter wieder die Bedürftigen im Bezirk Hermannstadt unterstützen werden.
So werden wir im kommenden Winter also wieder eine Winterhilfe anbieten, denn wie auch in den vergangenen Jahren geht die Preissteigerung weiter und die Rentenangleichung hinkt weit hinterher.
Wir gehen davon aus, dass wir ab Oktober sicherlich wieder mindestens 50 Personen haben werden, die wir unterstützen müssten und etwa 15 Euro pro Person und Monat ausgeben werden. Die Grippeschutzimpfungen und Brennholzeinkäufe möchten wir im kommenden Winter auch wieder ermöglichen, so wie Schwerkranken bei der Beschaffung von Medikamenten behilflich sein.
Als "Vitamine fürs Herz" bezeichnen unsere Empfänger Ihre Spenden. Ein paar Worte dieser Menschen, die überaus dankbar für diese Hilfe sind:
"Liebe ist das einzige Taschentuch, dass die Tränen der Traurigen trocknet."
"Ihre alten kranken Mütterchen aus Siebenbürgen / Hermannstadt bedanken sich recht schön für die Spende und jede küsst Dir Dein goldenes Herz. "Gott vergelt's." Mit Liebe die alten Mütterchen."
Am Ende dieses Briefes finden Sie noch die Zeilen einer älteren Dame aus einem Dorf ca. 20 km von Hermannstadt entfernt, ich habe es wörtlich abgeschrieben.
Vielen herzlichen Dank also besonders auch im Namen der Empfänger der Winterhilfe!
In der Hoffnung auch weiterhin mit Ihnen in Kontakt zu bleiben
verbleiben wir im Namen des gesamten Diakonieausschusses des Kirchenbezirkes Hermannstadt
mit den herzlichsten Grüßen
Ihre
Dechant Pfarrer Dietrich Galter
Diakoniereferentin Carmen Rucareanu
Diakonin Petra Stöckmann - Kothen
www.winterhilfe.das-gute-haus.de
E-Mail: winterhilfe@das-gute-haus.de
Sehr geehrte liebe Freunde,
ich bin Susanna Lösch, 92 Jahre, aus dem Dorf Rothberg, Kreis Hermannstadt.
Schreibe im Namen aller, Rothberg und Thalheim, um mich bei Ihnen zu bedanken für die großartige Hilfe, die Sie mit Ihren Spenden an uns getan, seit dem Herbst 2001 bis ins Frühjahr 2002.
Gott gebe Ihnen die beste Gesundheit und nur Gutes.
Sie haben mit dem geschenkten Geld das wir durch Frau Pfarrer Petra erhalten haben, nicht nur unsere alten schwachen Körper gewärmt, sondern auch unsere Seelen.
Der Winter war kalt und lang, unsere Renten klein, trotzdem wir ein Leben lang schwer auf dem Feld gearbeitet haben.
Rothberg und Thalheim waren einst schöne sächsische Dörfer. Durch Krieg und Auswanderung sind wir nur wenige geblieben.
Unser Dank geht auch an das Evangelische Bezirkskonsistorium A. B. Hermannstadt, die uns mit Lebensmittel und Kleidung, so wie auch mit Medikamenten helfen.
Herzliche Grüße und alles Liebe aus Rothberg und Thalheim
Susanna Lösch
Hermannstadt im Mai 2007
Liebe Freunde und Spender des Projektes Winterhilfe,
jetzt haben wir wieder eine Saison Winterhilfe abgeschlossen und sind unserem Vater im Himmel sehr dankbar, dass wir auch im vergangenen Winter vielen Rentnerinnen und Rentnern im Kirchenbezirk Hermannstadt mit Ihrer Hilfe den Winter erleichtern konnten.
Gott hat uns einen milden Winter geschenkt, so dass die Heizkosten, trotz weiterer Preiserhöhungen, erträglich blieben und mit Ihnen treue Unterstützer, die uns die nötigen Mittel zu Verfügung stellten.
Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir das Projekt Winterhilfe nun schon seit so vielen Jahren durchführen können und dürfen Ihnen versichern, dass jeder Euro, den Sie für dieses Projekt spenden, den Rentnerinnen und Rentnern hier zugute kommt. Jede Spende hilft uns und ist uns wichtig - ob es eine scheinbar kleine Summe ist oder eine große!
Alle Empfänger und die Helferinnen, die die Unterstützungen verteilen, lassen Sie schön grüßen und danken von Herzen für diese Hilfe! Aus dem einen Dorf erhielt ich einen Dankesgruß mit einem Bibelvers, mit denen die Frauen Sie alle grüßen:
"Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Männer werden müde und matt, und Jünglinge straucheln und fallen; aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden." (Jesaja 40, 29ff)
Für die Rentnerinnen und Rentner ist es ein Gottesgeschenk, darum danken sie Gott dafür, dass er Sie bereit gemacht hat, dieses Projekt zu unterstützen.
Um welche Zahlen ging es in diesem Winter:
110 Personen bekamen in den vergangenen Monaten - von November 2006 bis Mai 2007 - eine monatliche Unterstützung von 100 Lei, das entspricht jetzt etwa 30 €. Der Eurokurs verliert leider immer noch an Wert, so dass wir immer mehr Euro einsetzen müssen, um eine kleine Hilfe geben zu können.
Dazu konnten wir mehreren Personen, bei der Beschaffung von Medikamenten helfen, die leider auch immer teurer werden, so dass vielen Rentnern auch dafür die Rente nicht reicht. Diese Unterstützung werden wir auch in den Sommermonaten fortführen. Dafür benötigen wir etwa 300 Lei an regelmäßiger Unterstützung, es kommen aber auch noch außerordentliche Zahlungen dazu, denn unsere Empfänger sind ja zumeist älter als 70 Jahre.
Leider gab es in diesem Jahr große Probleme bei der Beschaffung der Grippeschutzimpfung, die wir ja vor allem den Helferinnen anbieten wollten. Wir konnten erst im Dezember mit der Impfung beginnen. Zum Glück war das Wetter mild, so dass es vorher keine Erkrankungen gab.
Neben den Helferinnen wurden Schutzimpfungen auch etliche Rentnerinnen und Rentner angeboten, die es nicht von ihren Hausärzten bekommen haben. Eigentlich ist es vorgesehen, dass Rentner die Grippenschutzimpfungen gratis von den zuständigen Hausärzten bekommen, aber das klappt in den Dörfern nicht unbedingt. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir aber auch hier weiterhelfen!
Es sieht leider nicht danach aus, als würde sich innerhalb dieses Sommers die Situation der Rentnerinnen und Rentner hier verändern. Wir rechnen also damit, dass wir auch im kommenden November wieder mit der monatlichen Unterstützung beginnen werden. Wir können wohl auch damit rechnen, dass die Zahl der Bedürftigen eher noch ansteigt. Vielleicht werden wir auch die Höhe der monatlichen Unterstützung erhöhen, damit wir den gestiegenen Kosten besser entgegenwirken können. Zwar gibt es inzwischen Stimmen, die davon reden, dass der Eurokurs wieder steigen wird, aber das glaube ich erst, wenn es soweit ist. Nüchtern betrachtet werden wir im nächsten Winter mit mindestens 4.000 € monatlich zu rechnen haben.
Wir haben aber von Ihnen ein kleines Polster erhalten und können darum ganz getrost durch den Sommer gehen und darauf vertrauen, dass Sie uns auch für den kommenden Winter treu bleiben werden!
In Absprache mit unseren Partnern der Siebenbürgenhilfe im Diakonischen Werk Mönchengladbach plane ich in diesem Herbst, wohl im November, wieder eine Fahrt nach Deutschland, um von unserem Projekt "Winterhilfe" zu berichten. Sollten Sie und Ihre Gemeinden / Vereine Interesse daran haben, melden Sie sich bitte bei mir, am schnellsten ginge es über: petra.stoeckmann@kothen.com, damit wir einen Termin abmachen können.
Die Kosten für diese Fahrt werden selbstverständlich nicht aus den Mitteln des Projektes getragen, sondern ich werde mir dafür Sponsoren suchen!
In meinem nächsten Brief werde ich Ihnen dann die Reiseroute und Termine mitteilen, vielleicht sehen wir uns dann auch persönlich im Herbst.
Im Vertrauen darauf, dass unser Vater im Himmel Ihnen Ihre Spenden reichlich vergelten wird, verbleibe ich mit den besten Wünsche für Sie und der Hoffung, dass Sie uns treu bleiben - auch im Namen der Empfänger, Mitarbeiter des Diakonieausschusses und des Kirchenbezirkes Hermannstadt!
Mit freundlichen Grüßen
Petra Stöckmann - Kothen
Initiatorin des Projektes
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